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Schildkröten: Exoten für zuhause
Terraristik

Schildkröten: Exoten für zuhause

Bei guter Pflege werden als Haustier gehaltene Schildkröten oft 40 Jahre und älter. Manche Arten von Landschildkröten werden so alt wie ihre Besitzer oder überleben diese sogar. Von daher kann es sein, dass man sich nach der Anschaffung nicht nur ein Leben lang darum kümmern, sondern sich auch über die Vererbung Gedanken machen muss. Die faszinierenden Reptilien sind treue und langjährige Begleiter, an denen Halter lange Freude haben können.

Schildkröten können einiges..

Ihre gutmütige, behäbige Art und die großen Augen lassen Schildkröten niedlich erscheinen. Das sind sie ja auch, sie machen sie nichts kaputt und sind toll zum Beobachten. Sie haben sich im Laufe der Zeit so gut angepasst, dass sie trotz ihrer manchmal etwas behäbigen Art bestens zurechtkommen. Wusstest du, dass Schildkröten sehr gut sehen können? Sie können Farben besser differenzieren als Menschen, da ihre Augen wie bei allen Reptilien vier verschiedene Farbrezeptoren aufweisen. Schildkröten können sich in ihren kognitiven Fähigkeiten mit allen anderen Reptilien messen. So merken sie sich Futterquellen und Fluchtwege. Ihr Orientierungssinn ist ebenfalls hervorragend ausgeprägt und scheint sich mit zunehmendem Lebensalter noch zu verstärken.

Artgerechte Haltung: Terrarium oder Freigehege?

Schildkröten sind nicht so anspruchslos, wie man vielleicht denkt. Ihr Problem ist allerdings, dass sie sich nicht über Mimik oder Gestik den Menschen mitteilen können: So erdulden sie falsche oder sogar schädliche Haltung oft bis in den Tod. Für die reine Terrarienhaltung sind Landschildkröten nicht so gut geeignet. Dort können sie ihrem natürlichen Bewegungsdrang nicht nachgehen. Das wiederum führt häufig zu Verfettung der Schildkröten. Auch als Wohnungshaustiere über Teppiche oder Parkett zu laufen, entspricht nicht ihrem Naturell. Außerdem bekommen sie drinnen viel zu wenig UV-Licht ab, mit Hilfe dessen sie das wiederum das lebenswichtige Vitamin D3 produzieren – wichtig für das Wachstum von Panzer und Knochen.

Die Schildis wollen klettern, graben, auch mal baden oder sich in einer Baumwurzel verstecken – all das geht nur in einem Außengehege. Ein Freigehege im Garten oder auf dem Balkon ist leicht angelegt: Holzpalisaden oder Pflanzsteine dienen als gute Abgrenzungsmöglichkeit. Am besten mit Sichtschutz, denn alles, was sich außerhalb des Geländes befindet, ist natürlich interessant –die Schildkröte würde gegen die Umrandung rennen und könnte sich verletzen. Viele verschiedene Wildkräuter wie Rosmarin oder Thymian oder ein Hibiskusbäumchen sehen im Freigehege nicht nur dekorativ aus, sondern verfeinern auch den Speiseplan der Tiere. Nicht zu vergessen: Versteckplätze wie Wurzeln oder hohle Baumstämme und ein jederzeit zugängliches Übernachtungshaus. Das dient nicht nur als Rückzugsmöglichkeit, sondern schützt auch nachts vor Fressfeinden wir Marder oder Ratten.

Künstliche Schildkrötenwelt: Das Terrarium

Wenn es nachts zu kalt wird oder das Wetter bis zur Kältestarre für die Schildis nicht geeignet ist, kann ein Terrarium eine Übergangslösung sein. Auch hier sollte auf eine artgerechte Ausstattung mit Versteckplätzen und den richtigen Untergrund geachtet werden. Das richtige Verhältnis von Licht und Wärme erreicht man mit entsprechender Technik.

In der Natur richten sich Landschildkröten nach der Sonne aus: Die lebensnotwendigen UV-A und UV-B Strahlen kommen im Terrarium aus einer künstlichen Lichtquelle, die gleichzeitig Wärme spendet. Eine Heizdecke oder ein beheizter Stein ist daher ungeeignet fürs Terrarium. Bei rund 35 Grad fühlen sich die Schildis am wohlsten und werden richtig aktiv. Im Terrarium sollten die natürlichen Lebensbedingungen bestmöglich simuliert werden. Das heißt, nachts geht die Temperatur etwas runter und es ist dunkler als tagsüber. Auch die Jahreszeiten sollten nachempfunden werden: Im Frühjahr und Herbst sind die Temperaturen auch geringer als im Sommer. Für die Wasserversorgung eignet sich eine flache, standfeste Trinkschale, die groß genug sein sollte, dass die Schildkröte darin ein wenig baden kann. Für die Nahrung kann man gut eine größere Steinplatte verwenden – dann liegt das Futter nicht auf der Erde.

Überwintern im Reptilienhotel

Um die kalten Monate zu überstehen, fallen Landschildkröten in eine Winterstarre. Besitzer erkennen diesen Zeitpunkt meist daran, dass die Tiere träge werden und weniger fressen. Ungefähr von Oktober bis März brauchen die Tiere einen dunklen und kühlen Ort. Die Temperatur sollte konstant bei vier bis sechs Grad liegen. Der beste Ort ist für die Schildkröte deshalb ein separater Kühlschrank. Darin lässt sich die Temperatur exakt einstellen und mit einem Thermometer überprüfen, denn: Schildkröten brauchen konstante Temperatur. Am besten setzen Halter ihre Tiere zum Überwintern zunächst in eine Kiste. Sie kann aus Kunststoff sein und sollte das Vierfache der Panzergröße betragen. Keller, Balkon oder Garage sind zum Überwintern nur bedingt geeignet. An diesen Orten kann die Temperatur schwanken, wodurch die Tiere eventuell wieder aufwachen. In der Garage sind schon Schildkröten erfroren.

 

Tipp: Es gibt inzwischen auch professionelle Reptilienhotels, wo Schildkröten unter der Aufsicht von Profis überwintern können. Einfach mal im Internet recherchieren.

 

Schildkröten-Nahrung: Die Mischung macht`s

Landschildkröten lieben Abwechslung, und zwar bitte nur vegetarisch! Verschiedene Wildkräuter oder Orchideensalat, Riesenlöwenzahnsalat, die Blätter vom Kohlrabi, das Grün von Radieschen, weißer Romana Salat oder Roter Radicchio sind besonders gut geeignet. In diesen Pflanzen ist der Kalzium- und Mineralanteil hoch, auch der Fasergehalt ist attraktiv und der Wasseranteil ist eher niedrig. Das ist gesund für Panzer und Knochen. Mit einer ausgewogenen Mischung an Mineralstoffen kann man Mangelerscheinungen vorbeugen. Heu oder Heupellets (Agrobs) sowie Sepiaschale sollten ebenfalls immer angeboten werden. Tomaten und Gurken hingegen sind nicht so geeignet, da sie meist eine Menge Phosphate beinhalten – die Mischung macht’s! Obst oder Brot hingegen führt häufig zu Durchfällen. Auch Haferflocken mit Wasser (auf gar keinen Fall mit Milch!) angerührt lieben viele Schildkröten. Und natürlich: Immer eine Schale mit Wasser bereitstellen.

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