Kaninchen frieren draußen und Zecken verschwinden? 5 Herbstmythen über Haustiere im Check.

Weitere Bilder
Wenn es draußen kühler wird, halten sich auch einige Tiermythen besonders hartnäckig.
Die Tage werden kürzer, die Temperaturen sinken und plötzlich tauchen jedes Jahr dieselben Fragen auf: Braucht mein Hund jetzt einen Mantel? Muss ich meine Kaninchen ins Haus holen? Und Zecken sind im Herbst doch sowieso kein Thema mehr, oder?
Zeit für einen kleinen Faktencheck. Wir schauen uns fünf typische Herbstmythen rund um Hund, Katze, Kleintiere und Aquarium genauer an.
Mythos 1: Jeder Hund braucht bei Kälte einen Mantel.
Stimmt so nicht.
Wie gut ein Hund mit niedrigen Temperaturen zurechtkommt, hängt unter anderem von Fell, Unterwolle, Größe, Alter und Gesundheitszustand ab. Ein gesunder Hund mit dichtem Fell benötigt bei normalen Herbsttemperaturen häufig keinen zusätzlichen Schutz.
Anders kann es bei kleinen Hunden, Hunden mit kurzem oder sehr dünnem Fell sowie älteren, jungen oder gesundheitlich angeschlagenen Tieren aussehen. Für sie kann ein gut sitzender Mantel durchaus sinnvoll sein.
Worauf du achten solltest:
Beobachte deinen Hund statt nur auf das Thermometer zu schauen. Zittern, eine angespannte Körperhaltung oder der deutliche Wunsch, schnell wieder ins Warme zu kommen, können darauf hindeuten, dass ihm kalt ist.
Mythos 2: Katzen bekommen automatisch ein dickes Winterfell.
Nicht unbedingt.
Der Fellwechsel einer Katze wird unter anderem durch Lichtverhältnisse und Temperatur beeinflusst. Wie ausgeprägt das Winterfell wird, kann deshalb sehr unterschiedlich sein. Gerade Wohnungskatzen leben bei relativ konstanten Temperaturen und künstlichem Licht.
Was viele Halter im Herbst dagegen deutlich merken: Es fliegen wieder mehr Haare durch die Wohnung.
Worauf du achten solltest:
Regelmäßiges Bürsten hilft dabei, lose Haare zu entfernen. Starker Haarausfall, kahle Stellen, Hautveränderungen oder auffälliger Juckreiz gehören dagegen nicht einfach zum normalen Fellwechsel und sollten abgeklärt werden.
Mythos 3: Kaninchen müssen im Herbst ins Haus, weil sie draußen frieren.
Das kann sogar die falsche Entscheidung sein.
Gesunde Kaninchen können mit Kälte gut zurechtkommen, wenn sie an die ganzjährige Außenhaltung gewöhnt sind, ein natürliches Winterfell entwickeln konnten und ein artgerechtes Gehege mit trockenem, geschütztem Rückzugsbereich zur Verfügung steht.
Problematisch kann dagegen ein spontaner Wechsel zwischen kalter Außenhaltung und warmer Wohnung sein. Der Deutsche Tierschutzbund weist darauf hin, dass eine solche plötzliche Temperaturumstellung zusätzlichen Stress bedeutet.
Wichtig:
Ein Kaninchen, das bisher ausschließlich in der warmen Wohnung gelebt hat, sollte im September nicht einfach nach draußen ziehen. Laut Deutschem Tierschutzbund ist es dann bereits zu spät für die Gewöhnung an eine ganzjährige Außenhaltung.
Mythos 4: Sobald es kühler wird, sind Zecken kein Thema mehr.
Leider falsch.
Ausgerechnet im Herbst können Zecken noch sehr aktiv sein. Beim Gemeinen Holzbock gibt es in Mitteleuropa typischerweise sogar einen zweiten Aktivitätsgipfel zwischen September und November. Einige Zeckenarten können bei geeigneten Bedingungen bis weit in die kalte Jahreszeit aktiv bleiben.
Das bedeutet: Nur weil die große Sommerhitze vorbei ist, sollte die Zeckenkontrolle nicht automatisch ebenfalls enden.
Worauf du achten solltest:
Kontrolliere Hund und Freigängerkatze weiterhin regelmäßig, besonders an Kopf, Ohren, Achseln und zwischen den Zehen. Welcher Parasitenschutz für dein Tier sinnvoll ist, hängt von Tierart, Lebensweise und individuellem Risiko ab.
Mythos 5: Im Herbst braucht das Aquarium länger Licht.
Mehr ist nicht automatisch besser.
Wenn es draußen früher dunkel wird, muss die Beleuchtungsdauer des Aquariums nicht einfach entsprechend verlängert werden. Für Fische und Pflanzen ist vor allem ein regelmäßiger, zur Besatz- und Pflanzenwelt passender Tag-Nacht-Rhythmus wichtig.
Zu lange Beleuchtungszeiten können außerdem unerwünschtes Algenwachstum begünstigen.
Worauf du achten solltest:
Eine Zeitschaltuhr sorgt für einen konstanten Rhythmus. Statt sich am Sonnenuntergang vor dem Fenster zu orientieren, sollten Beleuchtungsdauer, Pflanzen, Besatz und mögliche Algenentwicklung gemeinsam betrachtet werden.
Herbst bedeutet nicht automatisch alles umstellen!
Viele Veränderungen, die wir Menschen im Herbst deutlich wahrnehmen, sind für unsere Tiere ganz normal. Entscheidend ist deshalb nicht, vorsorglich alles zu verändern, sondern die tatsächlichen Bedürfnisse des eigenen Tieres zu kennen.
Bei MEGAZOO findest du passende Produkte für die neue Jahreszeit, von Fellpflege und wetterfestem Zubehör über Parasitenschutz bis hin zur richtigen Ausstattung für Kleintiere und Aquarien.
Fazit
Mantel an, Kaninchen rein und Zeckenschutz weg? Ganz so einfach ist der Herbst mit Haustieren nicht.
Viele bekannte Regeln sind nur die halbe Wahrheit. Wer genauer hinschaut und sein Tier individuell beobachtet, kann besser entscheiden, was im Herbst wirklich nötig ist und was getrost ein Mythos bleiben darf.
Nie wieder voll bezahlen!
Jetzt mit der Megacard bei jedem Einkauf sparen und exklusive Vorteile genießen.

So einfach war Tierliebe schenken noch nie.
Entdecke unsere Geschenkgutscheine — schnell, digital und direkt zum Verschenken. Erhältlich in unserem Online Gutscheinshop oder in unseren Filialen. Zeig deinen Lieben, wie viel du und das Tier euch schätzt. Denn wahre Freude beginnt mit Auswahl und Tierliebe.
